In einem Schaukasten des ehemaligen Deli-Kino zeigt ein Plakat schon seit Anfang der Corona-Pandemie das Zukunftsmodell des Kinos auf – „Keine Zeit zu sterben“.

Um das Deli-Kino in eine neue Zeit zu führen, hat sich unser Planungsbüro ZeitRaumGestaltung bereits seit längerem ins Zeut gelegt. Unter unserer konzeptioneller Leitung konnte inzwischen mit Einbecker Kinobegeisterten der Verein „Einbecker LichtspielFreunde e.V.“ – kurz ELF gegründet werden. Ziel des Vereines ist, in dem alten Gebäude die Lichter schon bald wieder anzuschalten.  Weitere Informationen zum Geschehen um das Einbecker Traditionshaus Deli unter www.neu-deli.de

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Im Jahr 2019 senkte sich der Vorhang des Deli-Kinos zum letzten mal. Nachdem klar wurde, dass für den Kinobetrieb in der Münsterstraße kein Nachfolger zu finden war, schloss sich über lange Zeit die Suche nach einem alternativen Nutzungskonzept für das einstige Kinogebäude an.

Anfang diesen Jahres war es so weit: durch das Planungsbüro ZeitRaumGestaltung wurde ein komplett ausgearbeitetes Konzept für den Neubau eines barrierefreien und altengerechten Wohnhauses mit fünf Etagen erarbeitet. Der oberste Stock ist als öffentliche Aussichtsplattform konzipiert und ermöglicht einen unvergleichlichen Blick über die Dächer der Einbecker Altstadt.

In kürzester Zeit konnten sämtliche Planungsschritte und Baupläne für das neue Vorzeigewohnobjekt definiert werden. Mit der in sich schlüssigen und wirtschaftlich interessanten Projektbeschreibung konnte durch Volker Stix, Inhaber des Planungsbüros ZeitRaumGestaltung, bereits in der Startphase der Geschäftsmann E. Hüser als Investor gewonnen werden. Die fertigen Baupläne werden seit heute für die Allgemeinheit öffentlich in den bisherigen Kino-Schaukästen und im Eingangsbereich des ehemaligen Deli-Kinos ausgestellt. Die durch E. Hüser eigens für dieses Wohnprojekt gegründete Gesellschaft trägt in Anlehnung an die einstige Kinoadresse den Namen „DeliKat wohnen GmbH“.

Los geht’s bereits Mitte diesen Monats mit dem Abriss des alten Kinosaals. Der erste Spatenstich für den Neubau des Wohnobjektes soll noch im laufenden Jahr erfolgen. Im Vorfeld sind noch umfangreiche archäologischen Grabungen auf dem Grundstück geplant, da sich unterhalb des bisherigen Kinogebäudes im 14. Jahrhundert alten Aufzeichnungen zufolge Lagerstätten für Baumaterial sowie auch Baubaracken befunden haben sollen. Die Vermutung soll dabei untermauert werden, dass diese Anlagen zu jener Zeit für die im Bau befindliche Marktkirche Sankt Jacobi angelegt worden waren.